Die schweizerische Melde- und Analysestelle Informationssicherung (Melani) bietet eine neue Dienstleistung an. In unregelmässigen Abständen werden Fachberichte zum Thema Informationssicherung publiziert. Sicherheitsrelevante Vorfälle im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie werden dargestellt und analysiert.
Der erste Bericht zeigt die aktuelle Bedrohungslage im Internet: Kategorien von Tätern, Arten der eingesetzten Werkzeuge, Möglichkeiten, wie auf Angriffe aus dem Internet zu reagieren ist und Fragen zur strafrechtlichen Verfolgung.
Melani wurde im Auftrag des Bundesrates vom Informatiksteuerungsorgan des Bundes (ISB; damals noch als Informatikstragegieorgan bezeichnet) aufgebaut und ist bereits seit 2004 operativ. Melani richtet sich an private Computer- und Internetbenutzer sowie kleine und mittlere Unternehmen (KMUs), die über die Gefahren im Internet und mit Lageberichten über aktuelle sicherheitsrelevante Entwicklungen informiert werden. Sie haben selber die Möglichkeit, Melani mittels eines Web-Formulars über Sicherheitsvorfälle zu informieren. Weiter will Melani den Schutz von kritischen Infrastrukturen unterstützen, also etwa von Energieversorgern, Telekom-Anbietern oder Banken. Ziel ist es, in Kooperation mit den Betreibern dieser Infrastrukturen die Risiken von Netz- und Systemausfällen sowie von Missbräuchen zu minimieren.